In der Zusammenarbeit von Fischli & Weiss seit 1979 entstehen Fotoserien (u.a. von Urlaubsreisen, Vorstadthäusern und Flughäfen), Videos und kleinteilige Installationen, die wie soeben verlassene Alltagssituationen aussehen. Die einzelnen Objekte in Form von Gebrauchsgegenständen sind aus dem Material Polyurethan hergestellt, dessen federleichtes Gewicht sich nicht auf der visuellen Ebene, sondern erst beim Anheben der Elemente vermittelt (z.B. Raum unter der Treppe, 1995, MMK Frankfurt/Main). Der Videofilm Der Lauf der Dinge, 1985-87, zeigt eine halbstündige Kettenreaktion, die über einen selbstgebauten Parcours kleiner Sensationen verläuft. Für Skulptur. Projekte in Münster 1997 pflanzten Fischli & Weiss ein idyllisches Nutzgärtchen an. Als Beitrag für die documenta X strahlte der Fernsehsender "arte" ein Video von ihnen aus, das sie mit Überblendungen von touristisch anmutenden Urlaubsschnappschüssen aus ihrem Fotoarchiv hergestellt haben.
Nina Möntmann